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Weihnachtsgedanken





Weihnachten, die Zeit imJahr,in der sich so manche Weihnachtserinnerung aus der Kindheit ins Erwachsenenleben schleicht. Ganz heimlich, man merkt es kaum und plötzlich legt sich ein zartes Lächeln aufs Gesicht und ein Schmunzeln verziert die Mundwinkel. Diese Weihnachtsheimlichkeiten, diese Aufregung am Heilig Abend. Ein letztes Bitten und Betteln - den Blick gen Himmel gerichtet - vielleicht hat das Christkind mich ja reich bedacht!

Hier zwei sehr schöne Weihnachtslieder von Karl Röttger

Viel Freude beim Lesen


Zwei Weihnachtslieder


I

Du bist unsagbar weise,
Christkindlein,
Nimmst uns an Händen leise
Und gehst mit uns hinein.

Wir wußten nichts zu sagen
Des Herzens Wunsch und Traum,
Wir wußten nur: zu tragen! -
Du lösest unsern Traum.

Du hast uns Wort geliehen,
Du hast uns wahr gemacht,
Du bist des Lichtes Blühen
In der weißen Nacht.

Von hilflos stummen Munden
Nimmst du das letzte Wort,
Du hast das Glück gefunden,
Die Blume unverdorrt.

Du gehst mit uns hinein,
Daß wir das Wunder schauen,
O Christkindlein,
Daß wir uns selber schauen.

Du bist das Bild der Bilder,
An dem wir all gedacht, -
Umfassender und milder
Ist keine Sommernacht.

Kein Sternenhimmel, keine
Stille, nicht Ebene und Meer -
Du bist der Blick in deine
Helle geht alles zu dir her.

Du bist der Traum, der allen
Seelen zu grunde liegt.
In jedem Traum gefallen
Ein überirdisch Licht.

In dir will sich vollenden,
Was jede Seele sehnt,
Du gibst dich allen Händen -.
Bis an der Welten Ende
Dein Lächeln scheint.


II


Fassen wir die Hände
Um den Baum im Kreis -
Ob da Seel an Seele
Voneinander weiß?

Doch was einsam bliebe
Unterm Kerzenlicht -
Bleibt es doch in Liebe,
Und bleibt dunkel nicht.

Haben wir inmitten
Einen Baum gestellt,
Einen Lihtbaum mitten
In die dunkle Welt -

Daß ein jeder fände
Seiner Einsamkeit
Sehnen und Vollenden
In des Baumes Schein . . .

Fassen wir die Hände
Uns und stehn im Kreis -
Alle Seelen münden
In den einen Schein.

Ob nun Seel an Seele
Von einander weiß?
Mitten steht das Leuchten
Und wir stehn im Kreis . . .

All wir Dunklen stehen,
Schauen in das Licht,
Sind vom Licht beschienen,
Aber sehn uns nicht -

Und was jeder innen
Sein und einsam weiß,
Steht bestrahlt und tastet
Hand zu Hand im Kreis.


von Karl Röttger


( Das deutsche Weihnachtsbüchlein 1919)






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