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Weihnachtszeit/Weihnachtsgedichte



Das Jahr geht zur Neige und die Weihnachtszeit ist aufgeblüht. An den Fenstern Weihnachtsschmuck in den Straßen leuchtende Weihnachtssterne und eine wundervolle Weihnachtsbeleuchtung die uns den Weg in die vielen Läden weist, in deren Auslagen die buntesten Weihnachtsträume liegen, von Puppen, Eisenbahnen, Schaukelpferde über Goldringe, Halsketten und Uhren bis hin zu Handwerkgeräte die, man mag es kaum glauben, auch zu Weihnachten die Herzen der Handwerker höher schlagen lassen.
Der Weihnachtsmarkt mit Glühwein und anderen Heißgetränken, verführen uns zum Innehalten, zum Plauschen mit Freunden oder Fremden.

Weihnachtszeit frohe Zeit - recht besinnlich sollte sie sein!!

Aber dann ist es endlich soweit und der Heilige Abend steht vor der Tür. Die Stimmern werden leiser, ja selbst der Straßenlärm dämpft seine Stimme in der Heiligen Nacht.
Um euch das Warten etwas zu verkürzen habe ich euch hier einige Weihnachtstexte zur Verfügung gestellt. Einige sind antiquarischen Büchern entnommen, andere von Emilia.



Viel Freude beim Lesen





Die heilige Nacht



Und wieder steigt, der Welt das Heil zu spenden,
Die stille Nacht, die heilige, hernieder,
Des Segens volles Füllhorn in den Händen
Und auf den Lippen jubelfrohe Lieder.

Wir alle spüren ihres Wesens Güte
Und ihres Friedens sanftes, stilles Wehen;
Sie hat für alle eine Himmelsblüte,
Die ihre Sendung glaubensvoll verstehen.

Denn ihr Geheimnis faßt die Kindesseele:
Das heilige der menschgewordnen Liebe.
O, daß ihr Gnadenschein heut keinem fehle,
Kein Leben arm und ohne Hoffnung bliebe.


Elisabeth Kolbe




Weihnachtsglocken



Tauchet, heil'ge Klänge, wieder
ganz in meinen Glauben mich!
Quellet, quellt, ihr alten Lieder:
füllet ganz mit Reinheit mich!

Daß ich in die Kniee fallen,
Ein Mal wieder beten kann,
Ein Mal wie ein Kind noch lallen
und die Hände falten kann!

Denn ich fühl's: die Liebe lebet,
die in Ihm geboren worden,
ob sie gleich in Rätseln schwebet,
ob gleich Er gekreuzigt worden;

denn ich sehe fromm sie werden -
heute, Ewig fromm - die Menschen,
wenn es klinget: Fried' auf Erden
und ein Wohlgefall'n den Menschen!


Richard Dehmel







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