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Kuchen, Weihnachtstorten, Weihnachtskuchen, Weihnachtsgebäck




Hier finden sie einige Rezepte für die Zubereitung von verschiedenen Kuchen. Vielleicht finden sie auch einige Kuchenrezepte, um ihren Lieben zu Weihnachten mal was Ausgefallenes aus dem Backofen aufzutischen. Einige Rezepte eignen sich hervorrangend für Weihnachtstorten, Weihnachtskuchen und anderes Weinachtsgebäck. Von Obstkuchen über Sahnetorten bis zu Kalatschen und andere Köstlichkeiten.
Es sind sehr alte Rezepte und stammen aus dem Buch: Deutsches Kochbuch von Sophie Wilhelmine Scheibler von 1845.


Französische Torte


Man macht nach Vorschrift Nr. 512. einen feinen Blätterteig von 2 Pfund Mehl und anderthalb Pfund Butter, rollt solchen eines Pfeifenstiels dick aus, legt einen Teller darauf, schneidet 12 eben so große Scheiben daraus, bestreicht sie mit Ei und läßt jeden einzeln backen. Nun versetzt man Kirschmuß mit Wein,Zucker, Zimmt und abgeriebener Citronenschale, fertiget etwas Makronenteig an, legt eine von den 12 vorher gebildeten Scheiben auf ein Blech, legt eines Messerrückens dick Muß darauf, dann wieder eine Scheibe, und so abwechselnd damit fortgefahren, bis das Muß und die Scheiben auf einander liegen. Zuweilen auch eine Scheibe Makronenteig dazwischen, zuletzt der Deckel recht fest mit dem Boden einer andern Schüssel angedrückt. Dieses setzt man nun in einen verschlagenen Ofen, macht, nachdem es ausgebacken, einen Guß oben und an den Seiten, und bestreuet ihn mit buntem Zucker. Statt des Kirschmußes kann man auch Eingemachtes, Marmelade von Aprikosen, Pflaumen oder Eingemachtes von verschiedenen Früchten einlegen. Auch kann man mürben Teig dazu nehmen und sienach Belieben so schön als möglich machen.

Vorschrift Nr. 512 Feiner Blätterteig zu Torten und Pasteten


Zu einem recht schönen Blätterteig rechnet man auf ein Pfund Mehl ¾ Pfund Butter. Die Buttermuß soll recht fetter Art seyn, am meisten ist die Holsteiner dazu zu empfehlen. Man wäscht selbige eine oder zwei Stunden vorher, ehe man den Teig zu machen gedenkt, rein aus, arbeitet sie mit den Händen dabeiwohl durch, damit sie recht zähe wird, und gießt während dieses Geschäfts mehrmals frisches Wasser auf die Butter, theilt sie zuletzt in drei Theile und läßt sie solange in kaltem Wasser stehen, bis sie gebraucht wird;sodann nehme man das Mehl, welches von dem besten und feinsten seyn muß, bringe es auf einen Backtisch, mache in der Mitte ein rundes Loch, thue ein Stückchen von der ausgewaschenen Butter, ein Ei und ein Spitzgläschen Cognac hinein, rühre alles zuvor indem gemachten Loche durch einander und netze es dann ferner mit so viel gutem reinen und kalten Brunnenwasser an, daß es ein mittelmäßig steifer Teig werde, der sich bequem mangeln laßt und an dem Mangelholze nicht anklebt. Alsdann arbeite man ihn gut durch,walgere ihn immer von sich und streue dabei öfters ganz dünn Mehl unter. Hierauf lasse man ihn ein wenig ruhen, damit er wieder erstarre; wenn dies alles verrichtet ist, so nehme man jedes Theil Butter einzeln zwischen ein Tuch und drücke es ein wenig,damit die daran haftende Feuchtigkeit sich in das Tuch einziehe, dann theile man den Teig in vier Theile, rolle jeden Theil ungefähr bis zur Dicke eines kleinen Fingers aus und streue dabei immer ganz dünn Mehl unter; nachher nehme man eine Platte von dem ausgemangelten Teige und ein Theil Butter, pflücke selbige in ganz kleine Stückchen und lege eins neben das andere auf dem ganzen Teige umher, dann nehme man einen, andern Theil des ausgemangelten Teiges, lege diesen auf die zerpflückte Butter und verfahre mit dem zweiten Theil der Butter wie mit dem ersten, und mit dem dritten wie mit dem zweiten, nachdem wieder ein Stück Teig gelegt worden. Hat man das vierte und letzte Stück Teig aufgelegt, so schlage man die Kanten rings herum nach oben, bepudere ihn ganz dünn mit Mehl und rolle ihn zu der Dicke eines Messerrückens aus. Dabei beobachte man aber die Regel, beim Mangeln das Mangelholz niemals wieder nach sich zu ziehen, sondern unverändert nur immer der Länge nach von sich weg zu bewegen. Hat man denTeig wiederum in vier gleich große Stücke geschnitten, so lege man eins auf das andere, streue zwischen jedes, so wie auch unten und oben, etwas Mehl, jedoch nur ganz dünn, und rolle ihn wie das erste Mal ganz fein aus, zerschneide ihn abermals in vier Stücke, und ist er sodann wieder ausgemangelt, so ist er gut, man schlägt ihn dann einige Mal zusammen und macht jeden beliebigen Gebrauch davon; ihn recht dünn auszumangeln, ist eine Hauptbedingung zu seinem Gerathen, denn dadurch allein wird er hoch und locker. Ferner ist dabei noch zu beobachten, daß man ihn an einem sehr kühlen Orte bearbeitet, darum ist für den Sommer der Keller am besten dazu; selbst dafür, daß der Tisch, auf welchem er gemangelt werden soll, recht kalt sey, muß Sorge getragen werden. Der Ofen, in welchem Blätterteig gebacken werden soll, muß wie zu feinem Brod geheizt seyn, denn bekommt er nicht gleich zu Anfang starke Hitze, so bleibt derTeig platt und klümprig.


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